Boom, Bäng, Zzzzz – Geräusche „malen“ – Onomatopoesie in der Jahrgangsstufe 7

Geräusche malerisch darstellen, das schien zu Beginn der Unterrichtsreihe unmöglich…

Wir begannen mit Geräuschexperimenten. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 erzeugten, wie in einem Hörspiel, mit allerlei Hilfsmitteln Geräusche. Wir kombinierten beispielsweise Speisestärke mit Sägespänen in einem Stoffsäckchen. Beim Zusammendrücken der Masse entstanden Geräusche, die stark an das Knirschen von frisch gefallenem Schnee erinnern, wenn man hindurch läuft.

Das so erzeugte Geräusch sollte dann malerisch dargestellt werden. Die Andeutung, dass Ähnliches ja auch in Comics zu finden ist, weckte Erinnerungen und die Schülerinnen und Schüler aktivierten ihr Vorwissen.

Schnell wurde nicht nur ein passendes Wort gefunden, dass das Geräusch treffend übersetzte, sondern die Siebtklässler begannen auch die Schriftgestaltung (Schriftart, -farbe, -größe) in ihre Überlegungen einzubeziehen.

Viele arbeiteten auch mit Symbolen, die das Geräusch verdeutlichen sollten. Hinzu kamen dann auch Gruppen, die sogar Satzzeichen und Rahmen einsetzten, um ihre Gestaltung zu verfeinern.

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten sich so die Gestaltungsmerkmale für ihre eigene Lautmalerei ganz selbstständig.

Im Anschluss an die Experimente und deren Auswertung begann die Praxisphase. Hier erhielt jede/r Schüler/in die Aufgabe eine eigene Lautmalerei zu einem selbstgewählten Geräusch zu gestalten. Um die praktische Arbeit noch etwas attraktiver zu gestalten, entschlossen wir uns, die Lautmalerei auch in die dritte Dimension zu erweitern.

Gearbeitet wurde mit verschieden starken Pappen, die, zurecht geschnitten und angemalt mit Acrylfarbe, letztendlich zu einem dreidimensionalen lautmalerischen Objekt kombiniert wurden.

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Fortunato Depero und der Futurismus haben es vorgemacht: Bewegungsdarstellung auf der Fläche

Natürlich gibt es auch Kunstwerke, die sich tatsächlich bewegen. Einen Großteil der Kunstwerke, die sich mit dem Thema Bewegung befassen, machen aber zweidimensionale, statische Werke aus.

Komisch…wie soll sich denn etwas statischen bewegen? Das tut es natürlich nicht, vielmehr wird für den Betrachter die Illusion einer Bewegung erzeugt.

Am Werk ‚Ciclisti‘ von Depero, das einen Fahrradfahrer zeigt, näherten wir uns den Darstellungsmitteln, die es uns ermöglichen, eine Bewegung auf einer statischen Fläche zu illusionieren. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 erkannten sehr schnell, dass Depero die Bewegung in mehreren Phasen, in denen sich jeweils die Körperhaltung der dargestellten Person verändert, zeigt, dabei überschneiden sich die einzelnen Bewegungsphasen und die Farbintensität wird mit zeitlicher Entfernung immer schwächer.

Aufgabe war es anschließend, eine eigene Figur mit zugehöriger Bewegung zu zeichnen. Dabei entschieden sich die meisten Schülerinnen und Schüler für die Darstellung einer sportlichen Bewegung.

 

 

 

Den Betrachter verwirren – Illusionen entwickeln in den Klassen 7b und 7c

Dass Künstler ihre Betrachter gern verwirren, ist kein Geheimnis… Die Illusionen der Op-Art (Optical Art) spielen mit Augentäuschungen. Op-Art-Künstler entwickelten aus scheinbar einfach anmutenden schwarz-weiß Mustern ganze Räume, die jeden Kunstbetrachter faszinieren.

In der Jahrgangsstufe 7 versuchten die Schülerinnen und Schüler zu ergründen, wie ihnen diese Illusion gelingt. Wir stellten beim Vergleich mehrerer Op-Art-Bilder fest, dass alle Künstler die einfachen, raumschaffenden Mittel, die den Schülerinnen und Schülern bereits aus der Jahrgangsstufe 6 bekannt sind, einsetzen.

So wird das angewandte Muster zum Horizont immer kleiner, Linien laufen auf einen Fluchtpunkt zu und die im Vordergrund liegenden Bildelemente verdecken die im Hintergrund befindlichen.

Mit diesen Erkenntnissen wurde zunächst ein Raum im Op-Art-Stil entwickelt.

Anschließend lernten die Siebtklässler eine weitere Möglichkeit kennen, Raum auf einer zweidimensionalen Fläche zu erzeugen. Wir widmeten uns der Parallelperspektive, mit deren Hilfe aus einem Quadrat ein Würfel entsteht. Dabei verlaufen sowohl die horizontalen, die vertikalen wie auch die in die Tiefe gehenden Linien parallel zueinander.

Die Schülerinnen und Schüler konstruierten ihre gewählten Körper mit einem Geodreieck und färbten sie dann noch entsprechend des Lichteinfalls. Ausgeschnitten und in den Op-Art-Raum eingeklebt, scheinen die Körper darin zu schweben und unterstützen so noch zusätzlich die Raumillusion.

 

„Godzilla vor dem THG gesichtet!“ … „Jetzt auch schwimmen auf dem THG-Sportplatz möglich!“

Sind denn alle verrückt geworden? – Nein, aber surreal!

In den letzten Wochen haben sich die Klassen 9a und 9b intensiv der Stilrichtung Surrealismus gewidmet. Wir haben uns verschiedene Beispiele von surrealen Kunstwerken angeschaut und dabei herausgefunden, dass es unterschiedliche Gestaltungsmittel gibt, die, richtig angewendet, eine surreale Wirkung beim Betrachter hervorrufen. ‚Surreal‘ lässt sich auch mit den Begriffen ‚unwirklich‘, ‚fantastisch‘ oder ‚traumhaft‘ gleichsetzen.

Zu den Mitteln, die diese Wirkung erzielen, zählt zum einen die Berücksichtigung der Formähnlichkeit, wenn beispielsweise die untergehende Sonne durch eine Orangenscheibe ersetzt wird. Anwendung findet aber auch das Verschieben von Größenverhältnissen, wenn zum Beispiel die Großstadt zur Miniaturwelt wird, wenn riesenhaft vergrößerte Menschen sich darin bewegen.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 haben in ihren digitalen Bearbeitungen versucht, sich besonders auf ihre tägliche Umgebung, das THG, zu konzentrieren. Und so kann dann auch mal Godzilla auf dem Schulhof gesichtet werden.

Auftakt – Kunstausstellung

 

Kunst | Projektkurse | Musik

Wir laden herzlich zur ersten alljährlichen Kunstausstellung „Auftakt“ im PZ des THG am Donnerstag, den 29.06.17 um 18 Uhr ein, die in Verbindung mit der Fachschaft Musik und den Projektkursen der Mittelstufe ihre erste Vernissage feiert.
Gemeinsam werden Arbeiten präsentiert, die innerhalb dieses Schuljahres im Kunstunterricht und im Rahmen der Projektkurse entstanden sind. Ebenso wird das Orchester einige seiner einstudierten Werke zum Besten geben.
Eingeladen sind alle SchülerInnen, ihre Eltern und natürlich auch alle LehrerInnen und Freunde und Verwandte der Schülerschaft.
Die Fachschaften Kunst und Musik freuen sich auf zahlreiches Erscheinen!

 

Beachbar und Fußballplatz – So stellen sich 9. Klässler ihre Schule vor – Architektonische Modellkonstruktionen

Schulen sind in der Regel keine architektonischen Schmuckstücke – unsere Schule, insbesondere unser PZ (Pädagogisches Zentrum), gehört dazu.

Dies dient den Schülerinnen und Schülern des THG in den Pausen, wie auch in den Freistunden als Aufenthaltsraum. Viele Lehrer/innen nutzen es auch für die Gruppenarbeit, Theater-, Musik- und Kunstprojekte. Es handelt sich also um einen vielfältig genutzten Raum, in dem jede/r Schüler/in viel Schulzeit verbringt.

Grund genug also das Wohlbefinden in diesem Teil der Schule zu steigern, indem die innenarchitektonische Gestaltung des Schulortes neu gedacht wird.

Diese Aufgabe übernahmen in den vergangenen Wochen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9. Die Klasse 9a und 9b erhielten die Aufgabe, zunächst den Ist-Zustand zu recherchieren. Sie zeichneten dazu Grundrisse des PZ und stellten Überlegungen zu möglichen Veränderungen an. Ein Brainstorming in kleinen Gruppe brachte viele verrückte, aber auch tatsächlich machbare Veränderungsmöglichkeiten zutage. Diese Veränderungen wurden anschließend ebenfalls in den Grundriss eingetragen. Beispielhaft zeichneten die 9. Klässler auch einen Aufriss eines Teilbereichs des PZ, der ihnen besonders wichtig erschien.

Mit Styroporplatten, Zahnstochern, Holzstäben und Korken begannen dann die Modellkonstruktionen.

In der Galerie lassen sich nun die besten PZ-Konstruktionen mit KFC- oder Starbucksrestaurant, mit Rutschen, Schaukeln, Beachbar und Fußballplatz bewundern.

Die Modelle können auch am 29. Juni in eben jenem PZ im Rahmen unserer Kunstjahresausstellung im Original angeschaut werden.

Malen mit Sand und Konfetti – Die Veränderung der Farbkonsistenz in der Malerei

Wie soll man denn mit Sand malen?“ „Und wozu soll das gut sein?“ – Diese Fragen klärten sich schnell, als wir die erste Stunde der Unterrichtsreihe mit einem Malexperiment begannen.

In mehreren Beuteln waren stark strukturierte Tapetenstücke versteckt. Diese sollte von den Schülerinnen und Schüler gefühlt und ertastet werden. Anschließend sollten sie das Tapetenstück – ungesehen – mithilfe von Sand, Konfetti, Tierstreu und Paketband auf einer Malpappe nachahmen.

Auch ohne die Tapete gesehen zu haben, gelang dies allen ziemlich gut. Anhand der selbstgemalten Tapeten diskutierten wir dann, in welchen Darstellungen das Verändern der Farbkonsistenz und das Entwickeln von Oberflächenstrukturen sinnvoll eingesetzt werden kann.

Die Sechstklässler entwickelten damit ihre gestaltungspraktische Aufgabe fast allein…sie stellten nämlich fest, dass sich Tierstreu, eingearbeitet in grüne Farbe, besonders gut für die Darstellung von Rasen eignet. Da liegt es natürlich nah, einen Fußballplatz zu malen. Da die Darstellung eines Fußballspielers, der vielen Schülerinnen und Schülern zusätzlich in den Sinn kam, doch recht schwierig schien, entschieden wir uns, nur die Beine und Füße der Person zu zeigen. Zudem durften die Sechstklässler mit Bildvorlagen arbeiten und das Übertragen dieser mit dem OHP anwenden.

Natürlich durfte jeder Schüler/jede Schülerinnen dann seine/ihre eigene Person darstellen, mit der zu ihr passenden Wand. So entstanden viele beeindruckende Malereien vom Piloten, über Ballerinas bis hin zum Skateboarder.

Aktuell können die Bilder im Biologieflur betrachtet werden.